DGS – Dangerous Goods Specialist

VERSEM ist ein auf den sicheren Transport gefährlicher Güter in der Luft spezialisierter "Dangerous Goods Specialist" (DGS) und bietet seinen Kunden umfassende Dienstleistungen im Bereich IATA DGR / ICAO TI .

Unsere Leistungen

#1

Prüfung

Vor Ort erfolgt eine Kontrolle der Versandstücke, anschliessend werden sie verpackt, gekennzeichnet und markiert.

#2

Dokumentieren

Die Erstellung und Prüfung der Dokumente, wie zum Beispiel der DGD (Shipper's Declaration for Dangerous Goods), erfolgt gemäß den geltenden Richtlinien.

#3

24-h-Notfalltelefon

Gemäss den gesetzlichen Vorschriften oder Deinen Wünschen stellen wir Ihnen im Bedarfsfall eine 24-Stunden-Notfall-Hotline zur Verfügung.

IATA DGR / ICAO TI

Wir bieten Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Verpackung gefährlicher Güter, der Verpackung vor Ort, dem Versenden von Gefahrguter, der Exportverpackung und anderen Bereichen, einschließlich Schulungen zu gefährlichen Gütern für alle Verkehrsträger, d. h. ICAO, IMDG, ADR, RID und ADN.

VERSEM ist ein vollständig in österreichischen Familienbesitz befindliches Unternehmen, dessen Spezialisten seit insgesamt 30 Jahren im Logistiksektor in Europa und weltweit tätig sind.

Zulassung und Packvorschriften prüfen

Nicht jedes Gefahrgut darf auch in jede Verpackung verpackt werden. Besonders kritisch ist das in der Luftfahrt. Am Flughafen wird durch den Annahme checker überprüft, ob alles den Vorschriften entspricht. Bei uns kein Problem.

Kennzeichnen und markieren

Nachdem die richtige Verpackung ausgewählt und das Gefahrgut gut geschützt mit Polstermaterial verpackt wurde, versehen wir die Packstücke mit den richtigen Gefahrzetteln und Abfertigungsmarkierungen.

Shipper's DGD erstellen oder PreCheck

Zum Schluss wird noch Shipper's Dangerous good Declaration erstellt und die Ware ist versandfertig. Wir pre-checken auch fremde DGD's wenn du dir nicht sicher bist. Die Unterschrift unter dieser Erklärung darf nur von geprüften und zugelassenen Fachkräften wie wir es sind geleistet werden.

VERSEM

IATA DGR / ICAO TI
Dangerous Goods Specialist 

Gefahrgutbeauftragter für Luftfahrtfracht

IATA
Dangerous Goods
Specialist

Die IATA DGR (Dangerous Goods Regulations) definiert den Begriff "Dangerous Goods Specialist" nicht als eine spezifische, formal festgelegte "Kategorie" oder "Rolle" im gleichen Sinne wie sie etwa "Shipper" (Versender), "Operator" (Luftfahrtunternehmen) oder "Freight Forwarder" (Spediteur) benennt.
Stattdessen beschreibt die IATA DGR verschiedene Funktionen und die dafür notwendigen Trainingskategorien (bis zur Umstellung auf CBTA, Competency-Based Training and Assessment), die am Transport gefährlicher Güter beteiligt sind.
Wenn von einem "Dangerous Goods Specialist" gesprochen wird, ist damit in der Regel eine Person gemeint, die über umfassende und tiefe Kenntnisse der gesamten IATA DGR verfügt, weit über die Anforderungen einer einzelnen operativen Kategorie hinaus. Diese Person ist in der Lage, komplexe Sachverhalte zu beurteilen, zu beraten und die Compliance im Unternehmen sicherzustellen.
Diese Kompetenzen würden typischerweise durch die Absolvierung umfangreicher Schulungen erworben, die mehrere der höchst relevanten Trainingskategorien abdecken (z.B. Category 1, 2, 3 für Versender, Category 6 für Spediteure, Category 7-10 für Flughafenpersonal und Fluggesellschaften je nach spezifischer Funktion). Mit der Einführung des CBTA-Ansatzes (Competency-Based Training and Assessment) bedeutet dies, dass die Person eine breite Palette von Kompetenzen in verschiedenen Schlüsselbereichen des Gefahrguttransports durch die Luft nachweisen kann.
Ein Gefahrgutbeauftragter, wie er in Deutschland für den Luftverkehr bestellt werden kann, wäre in der Regel eine solche "Dangerous Goods Specialist"-Person. Die IATA DGR geben hierfür die fachlichen Anforderungen an das Wissen und die Fähigkeiten vor, die ein solcher Beauftragter erfüllen muss, auch wenn der IATA DGR selbst den "Gefahrgutbeauftragten" als gesetzlich vorgeschriebene Position in nationalen Gesetzen (basierend auf ICAO TI) definiert.

Zusammenfassend Kann gesagt werden:

  • "Dangerous Goods Specialist" ist keine offizielle IATA DGR-Kategorie.
  • Es beschreibt eine Person mit umfassender Expertise und tiefgreifendem Wissen über die IATA DGR und die ICAO TI.
  • Diese Expertise wird durch breite Schulung und Erfahrung erworben, die den Anforderungen mehrerer anspruchsvoller IATA DGR-Trainingskategorien (oder entsprechender CBTA-Kompetenzbereiche) entsprechen.
  • Ein Gefahrgutbeauftragter (gemäss nationaler Gesetzgebung) wäre ein Beispiel für eine solche Spezialistenrolle.

Die Aufgaben des
IATA DGS

Die IATA DGR (Dangerous Goods Regulations) legen detailliert fest, welche Aufgaben die am Lufttransport gefährlicher Güter beteiligten Personen haben. Hierbei muss man zwischen dem Gefahrgutbeauftragten (oder Dangerous Goods Specialist/Officer), der eher eine übergeordnete Beratungs- und Überwachungsfunktion hat, und den operativen Kräften (Handling Agents/Operatives im Frachtbereich), die die Güter physisch bearbeiten, unterscheiden. Beide Rollen sind jedoch untrennbar miteinander verbunden und müssen die IATA DGR genauestens befolgen.

Aufgaben des Gefahrgutbeauftragten / Dangerous Goods Specialist (gemäss IATA DGR)

Der Gefahrgutbeauftragte ist die zentrale Fachkraft, die im Unternehmen die Einhaltung der IATA DGR sicherstellt und überwacht.

IATA DANGEROUS GOODS SPECIALIST AUFGABEN DES GEFAHRGUTBEAUFTRAGTEN / DANGEROUS GOODS SPECIALIST (GEMÄSS IATA DGR)

VERSEM

IATA / ICAO

Regelwerke

Transportierte Menge 2024

Gesamte Luftfracht

62.000.000 Tonnen

Gefahrgut Luftfracht

1.400.000 Tonnen

Passagiere

4.800.000.000

Es handelt sich um vorläufige Zahlen, gerundet

IATA DGR und ICAO TI: Das Fundament des sicheren Gefahrguttransports in der Luftfahrt

International Civil Aviation Organization (ICAO)

ICAO TI:

Das internationale Gesetz

Die International Civil Aviation Organization (ICAO) ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen, die 1944 gegründet wurde, um die Prinzipien und Techniken der internationalen Luftnavigation zu kodifizieren und die Planung und Entwicklung des internationalen Luftverkehrs zu fördern. Eine ihrer wichtigsten Aufgaben ist die Ausarbeitung internationaler Standards und empfohlener Praktiken (SARPs), die in den Anhängen (Annexes) zur Konvention über die internationale Zivilluftfahrt (Chicago Convention) verankert sind.

Im Kontext des Gefahrguttransports ist Annex 18 – "The Safe Transport of Dangerous Goods by Air" – von zentraler Bedeutung. Dieser Anhang legt die allgemeinen Grundsätze und Anforderungen für den sicheren Transport gefährlicher Güter per Luftfracht fest. Die ICAO TI, vollständiger Titel "Technical Instructions for the Safe Transport of Dangerous Goods by Air", sind die detaillierte Ausführung und Ergänzung zu Annex 18. Sie sind das primäre, gesetzlich bindende Dokument für alle 193 Mitgliedstaaten der ICAO und damit die Basis für die nationalen Gesetzgebungen zum Gefahrguttransport in der Luft.

Die ICAO TI definieren, welche Stoffe als gefährlich gelten, wie sie zu klassifizieren sind, welche Verpackungsvorschriften einzuhalten sind, wie sie zu kennzeichnen und zu etikettieren sind, welche Dokumente erforderlich sind, wie sie gestaut werden dürfen und welche Notfallmassnahmen zu treffen sind. Sie enthalten auch detaillierte Schulungsanforderungen für alle am Transport Beteiligten. Die ICAO TI werden regelmässig überprüft und jährlich aktualisiert, um den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen, technologischen Entwicklungen und den Erfahrungen aus Vorfällen Rechnung zu tragen. Ihre Einhaltung ist für Staaten und Luftfahrtunternehmen eine völkerrechtliche Pflicht.

International Air Transport Association (IATA) und ihre Dangerous Goods Regulations (IATA DGR)

IATA DGR:

Die Brücke zur Praxis

Während die ICAO TI das legislative Fundament bilden, sind die International Air Transport Association (IATA) und ihre Dangerous Goods Regulations (IATA DGR) das unverzichtbare operative Handbuch für die tägliche Praxis. Die IATA ist der globale Dachverband der Fluggesellschaften, der über 300 Airlines vertritt, die etwa 83 % des weltweiten Luftverkehrs abwickeln.

Die IATA DGR stellen eine praktische und benutzerfreundliche Umsetzung der ICAO TI dar. Sie übersetzen die oft komplexen und technisch formulierten ICAO-Vorgaben in eine leicht verständliche und anwendbare Form für Spediteure, Versender, Bodenabfertiger und Fluggesellschaften. Wichtig ist hierbei die Hierarchie: Die IATA DGR müssen stets den ICAO TI entsprechen und dürfen in keinem Fall weniger restriktiv sein. Tatsächlich sind die IATA DGR in vielen Aspekten noch strenger als die ICAO TI. Dies geschieht, um ein Höchstmass an Sicherheit zu gewährleisten und den spezifischen operativen Anforderungen der Luftfahrtindustrie gerecht zu werden. Jede Fluggesellschaft kann zudem eigene "Airline-Variationen" in die DGR einbringen, die weitere Beschränkungen für den Transport bestimmter Güter festlegen – diese Variationen sind ebenfalls in den IATA DGR aufgeführt und müssen beachtet werden.

Die IATA DGR enthalten eine Fülle von Detailinformationen, darunter:

  • Eine umfassende Liste der gefährlichen Güter mit ihren UN-Nummern und zugehörigen Bestimmungen.
  • Detaillierte Verpackungsanweisungen und Spezifikationen.
  • Vorgaben für die Kennzeichnung und Etikettierung von Packstücken.
  • Anforderungen an die Begleitdokumente, insbesondere die Shipper's Declaration for Dangerous Goods.
  • Regeln für die Handhabung, Lagerung und den Stau von Gefahrgut in Flugzeugen.
  • Spezielle Bestimmungen für Güter, die nur in Frachtflugzeugen transportiert werden dürfen.

Auch die IATA DGR werden, parallel zu den ICAO TI, jährlich aktualisiert und neu herausgegeben. Ohne die IATA DGR wäre die praktische Umsetzung der ICAO TI im Tagesgeschäft extrem aufwendig und fehleranfällig.

Herkunft und Evolution

Die Notwendigkeit für solche umfassenden Regelwerke entstand mit dem Wachstum der Luftfahrt als Transportmittel. In den frühen Tagen der Luftfracht gab es wenig bis keine spezifischen Vorschriften für gefährliche Güter. Mit zunehmendem Frachtvolumen und dem Auftreten von Zwischenfällen, die durch nicht deklarierte oder unsachgemäss gehandhabte gefährliche Güter verursacht wurden, wurde der Bedarf an globalen Standards unübersehbar.

Die ICAO begann in den 1950er-Jahren mit der Entwicklung von Leitlinien, die schliesslich in Annex 18 und den Technical Instructions mündeten. Ziel war es, eine international harmonisierte Rechtsgrundlage zu schaffen, um die Sicherheit grenzüberschreitender Transporte zu gewährleisten. Parallel dazu erkannte die IATA, als direkter Vertreter der operierenden Fluggesellschaften, die Notwendigkeit, diese rechtlichen Vorgaben in ein praxistaugliches Handbuch zu übersetzen. So wurden die IATA DGR geboren, die sich schnell als der De-facto-Standard in der Industrie etablierten. Die fortlaufende Aktualisierung beider Werke ist ein direktes Ergebnis der Weiterentwicklung der Chemie, der Verpackungstechnologien, der Flugzeugkonstruktionen und der Lehren aus jeder neuen Erfahrung oder jedem Unfall.

Warum sind IATA DGR und ICAO TI so wichtig?

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die ICAO TI und die IATA DGR in ihrer symbiotischen Beziehung die unverzichtbaren Säulen des Gefahrguttransports per Flugzeug darstellen. Die ICAO liefert das internationale Rechtsfundament, während die IATA die praktische Umsetzung für die Industrie liefert, oft mit zusätzlichen Sicherheitsmargen. Ihre kontinuierliche Weiterentwicklung und strikte Einhaltung sind absolut entscheidend für die Sicherheit, Effizienz und Nachhaltigkeit des modernen globalen Luftfrachtsystems.

Der Luftfrachtverkehr spielt eine unverzichtbare Rolle in der globalen Wirtschaft. Er ermöglicht den schnellen Transport von Gütern über Kontinente hinweg – von verderblichen Waren über hochwertige Elektronik bis hin zu lebensrettenden Medikamenten. Doch unter all diesen Gütern befindet sich auch eine Kategorie, die besondere Vorsicht erfordert: die gefährlichen Güter. Ihre unsachgemässe Handhabung birgt das Risiko von Bränden, Explosionen, chemischen Reaktionen und anderen katastrophalen Ereignissen, die Flugzeuge, Besatzung, Passagiere und die Umwelt gefährden können. Um diese Risiken zu minimieren und einen sicheren Transport zu gewährleisten, wurden zwei zentrale Regelwerke geschaffen, die untrennbar miteinander verbunden sind: die Technischen Anweisungen der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO TI) und die Gefahrgutvorschriften der International Air Transport Association (IATA DGR). Sie bilden das Rückgrat, auf dem der sichere und effiziente Lufttransport gefährlicher Güter weltweit basiert.

VERSEM

VERSEM – Verkehrs-Blog & FAQ

FAQ | Gefahrgut Luftfahrt

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